Die Ultras Hannover laden zum Fanszenetreffen ein.
Freitag, 4. Januar 2013
Mittwoch, 2. Januar 2013
Aktion 12:12
In Kassel hat sich die Aktion 12:12 getroffen. Unter anderem kam das dabei heraus:
Am Samstag fanden sich Fans von mehr als 50 verschiedenen Vereinen in Kassel ein, um die Ergebnisse und den Einfluss der Kampagne 12doppelpunkt12 auszuwerten und zu diskutieren.
Auch wenn am 12. Dezember von der DFL ein Sicherheitskonzept verabschiedet wurde, was die Stadien weder sicherer macht, noch dazu beiträgt unsere lebendige Fankultur zu stärken, so kamen die Fanvertreter zu dem Ergebnis, dass 12doppelpunkt12 eine der erfolgreichsten Fanaktionen aller Zeiten war. Die Entscheidungen vieler Vereinsfunktionäre und der DFL am 12. Dezember haben hingegen gezeigt, wie wenig auf die Fußballfangemeinschaft Rücksicht genommen wird, welche an den drei Protestspieltagen der Aktion „12:12“ bewiesen hat, dass sie geschlossen gegen unberechtigte Forderungen und Maßnahmen agieren kann. Wir als Aktion möchten jedem Fan und auch den zahlreichen Fanorganisationen dafür danken. Nur dank Eurer Unterstützung und Eurer Initiative war dieser Protest so erfolgreich.
Wenn man die angenommenen Anträge mit dem ersten Entwurf vergleicht, so kann man festhalten, dass der Protest dazu beigetragen hat, viele weitere, unverhältnismäßige Maßnahmen zu verhindern. Zudem haben wir von der DFL eine Einladung zu einem ersten Gespräch bekommen, sodass der von uns immer eingeforderte Dialog endlich ernsthaft beginnen kann. Unsere Vorgehensweise für folgende Gespräche mit den Verbänden und der Politik wurde abgesprochen, um von uns gestellte Forderungen auf eine breite Basis zu stellen.
Wir als Kampagne möchten nicht nur gegen das Sicherheitskonzept argumentieren, sondern wir möchten gemeinsam mit den Fanverbänden und Fanclubs ein Konzept für ein „Fanfreundliches Stadionerlebnis“ erstellen und dessen Umsetzung einfordern. Wir laden jeden Fan herzlich dazu ein, an diesem Konzept mitzuarbeiten und mögliche Vorschläge an die eigene Fanszene oder unsere Aktion zu richten.
Nach der Winterpause gibt es unsererseits keinen weiteren Aufruf zu einem Stimmungsboykott, jedoch waren sich alle Fanvertreter einig, dass die in ganz Deutschland erlebte Solidarität unter Fußballfans beibehalten und weiter gestärkt werden muss. Das heißt, dass wir umgehend auf die von uns kritisierten Maßnahmen reagieren werden, sollten diese zur Anwendung kommen. Wir werden uns immer gegen Vollkontrollen und die Beschneidung von Gästekontingenten stellen und gegebenenfalls mit Protest, Kreativität und Aufklärung gegen derlei Repressalien agieren.
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Demonstration vor Leverkusenspiel voller Erfolg
Am Sonntag, den 09.12.2012, demonstrierten vor der Partie Hannover 96 gegen Bayer 04 Leverkusen die Fanszenen beider Vereine gemeinsam gegen das DFL-Papier. Es nahmen etwa 1.300 Fans an der Demonstration teil, darunter ca. 300 aus Leverkusen.
Die Demonstration stellte den vorläufigen "Höhepunkt" der Protestaktion 12:12 dar. Diese richtet sich gegen das heute zur Abstimmung stehende DFL-Papier "Sicheres Stadionerlebnis". Hauptkritikpunkte der Fans an den Anträgen sind Kollektivstrafen, Möglichkeit der Vollkontrolle und die etwaige "Neubewertung" (Verlängerung) der Stadionverbotsdauer. Bei den Stadionverboten steht zudem die Aussprechung ohne rechtskräftige Verurteilung in der Kritik.
Es ist als Erfolg der bundesweiten Fanproteste zu verzeichnen, dass die zweite Version des DFL-Papiers deutlich in ihrer Formulierung entschärft wurde. Gleichzeitig macht die nun bestehende sehr schwammige Artikulation ein genaues Abschätzen der Pläne schwierig, da zu viele Grauzonen und Interpretationsspielräume gelassen werden.
Eine Bildergalerie der Demonstration findet ihr hier:
Die Demonstration stellte den vorläufigen "Höhepunkt" der Protestaktion 12:12 dar. Diese richtet sich gegen das heute zur Abstimmung stehende DFL-Papier "Sicheres Stadionerlebnis". Hauptkritikpunkte der Fans an den Anträgen sind Kollektivstrafen, Möglichkeit der Vollkontrolle und die etwaige "Neubewertung" (Verlängerung) der Stadionverbotsdauer. Bei den Stadionverboten steht zudem die Aussprechung ohne rechtskräftige Verurteilung in der Kritik.
Es ist als Erfolg der bundesweiten Fanproteste zu verzeichnen, dass die zweite Version des DFL-Papiers deutlich in ihrer Formulierung entschärft wurde. Gleichzeitig macht die nun bestehende sehr schwammige Artikulation ein genaues Abschätzen der Pläne schwierig, da zu viele Grauzonen und Interpretationsspielräume gelassen werden.
Eine Bildergalerie der Demonstration findet ihr hier:
Freitag, 30. November 2012
Pressemitteilung
Pressemitteilung der Fanhilfe Hannover zum Spitzentreffen am 03.12.2012
Erneut muss die Fanhilfe Hannover feststellen, dass der viel zitierte Dialog mit den Fanvertretern nicht stattfindet. Im Rahmen des Vorbereitungstreffens am kommenden Montag in Hannover zur Abstimmung über das Maßnahmenpaket „Sicheres Stadionerlebnis“ am 12.12.2012 sind erneut keine Fanvertreter eingeladen worden.
Stattdessen sprechen Vertreter aus DFB/DFL und Politik unter Ausschluss der Fanprojekte, Fanbeauftragten und Fanorganisationen über das geplante Maßnahmenpaket.
„Der Eindruck, man wolle lieber weiterhin über die Fans als mit ihnen sprechen, scheint sich leider zu bestätigen. Andernfalls würde man tatsächlich einen lösungsorientierten Dialog mit den Vertretern der bundesweiten Fanorganisationen führen. Ein von ‚Oben‘ herab geschaffenes Maßnahmenpaket ohne Einbeziehung der Betroffenen kann eigentlich nur ein Eigentor werden. Zumal die Grundlagen für ein derartiges Maßnahmenpaket gänzlich fehlen“ so Florian Meyer der Fanhilfe Hannover.
Die Fanhilfe Hannover kritisiert mit aller Deutlichkeit den Versuch der Politik, von anderen Themenfeldern abzulenken und den beginnenden Wahlkampf innenpolitisch zu nutzen, um Pluspunkte für die anstehenden Wahlen zu sammeln.
„Wir leben in einem Rechtsstaat. Es wäre ein unverantwortlicher Schritt der Politik, die Sportsgerichtbarkeit zu erweitern und private Institutionen wie der DFL und dem DFB mit der Entscheidung über Recht und Unrecht zu betrauen!“ so Florian Meyer weiter.
Eine punktuelle Verbesserung der Bedingungen in den sicheren Stadien der Bundesligen kann und darf nicht unsachlich durch puren Aktionismus erfolgen. Dieses Vorgehen ist weder zielführend, noch im Sinne der Fans, die zahlreich Wochenende für Wochenende die Stadien besuchen.
Dass die Fans sich bereits derzeit sicher fühlen, bestätigt unter anderem auch die Initiative www.ich-fuehl-mich-sicher.de. Ihr haben sich bereits mehrere zehntausend Fans angeschlossen.
Fanhilfe Hannover
Hannover, 30.11.2012
Montag, 19. November 2012
Pressemitteilung
Die Fanhilfe Hannover kritisiert auch in diesem Jahr den ZIS
Jahresbericht aufgrund mangelnder Aussagekraft und Transparenz.
„Dass eine erhöhte Überwachung eine steigende Anzahl von eingeleiteten Ermittlungsverfahren mit sich bringt, ist wenig überraschend. Eine aussagekräftige Zahl der tatsächlich rechtskräftig festgestellten Straftaten bleibt der ZIS Jahresbericht leider erneut schuldig.“ so Florian Meyer der Fanhilfe Hannover.
„Dass eine erhöhte Überwachung eine steigende Anzahl von eingeleiteten Ermittlungsverfahren mit sich bringt, ist wenig überraschend. Eine aussagekräftige Zahl der tatsächlich rechtskräftig festgestellten Straftaten bleibt der ZIS Jahresbericht leider erneut schuldig.“ so Florian Meyer der Fanhilfe Hannover.
Des Weiteren bemängelt die Fanhilfe Hannover die mangelnde Transparenz und Selbstreflektion der Polizei innerhalb des Jahresberichts. Alleine beim Bundesligaspiel Hannover 96 gegen den FC Bayern München wurden 36 Personen nachweislich durch einen misslungenen Polizeieinsatz mit Pfefferspray verletzt. Auch diese Opfer tauchen beispielsweise im Jahresbericht der ZIS auf, suggerieren aber dem Betrachter, sie sein durch Fehlverhalten von Zuschauern verletzt worden. Weitere identisch gelagerte Vorfälle fallen ebenfalls in die Verletztenzahlen.
„Auch wenn jeder der Verletzten im Rahmen eines Fußballspiels ein Verletzter zu viel ist, sollte bei 1.142 Betroffenen unter über 18,5 Millionen Besuchern alleine in den ersten beiden Spielklassen Sachlichkeit statt Populismus herrschen, um die Zahl der Verletzten möglichst zu verringern.
Nach Angaben des Bayrischen Roten Kreuz sind im Rahmen des Münchner Oktoberfestes 2012 bei nur 6,4 Millionen Besuchern 827 behandelt worden. Dennoch würde hier niemand auf die Idee kommen eine Datei „Gewalttäter Wiesn“ oder ein Maßkrugverbot zu fordern.“ so Meyer weiter.
Fanhilfe
Hannover 19.11.2012
Mittwoch, 7. November 2012
Pressemitteilung
Fanhilfe Hannover begrüßt Haltung von Hannover 96 zu
Sicherheitspapier
Die Fanhilfe
Hannover begrüßt die Haltung von Hannover 96 zu dem derzeit diskutierten
Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis“ der DFL.
In einem Treffen zwischen Vereinsführung und Fanvertretern am 30.10.2012 bestätigte die Vereinsführung die Ablehnung der gesamten Fanszene von Hannover 96 gegenüber dem geplanten Konzeptpapier.
Im Falle einer Abstimmung am 12.Dezember würde Hannover 96 klar gegen das
geplante Maßnahmenpaket stimmen. Die Gründe hierfür sind vielfältig und decken
sich überwiegend mit denen der Fanvertreter. (Stellungnahme Hannover 96 zum DFL
Papier im Anhang) Hauptablehnungsgrund sind dabei die fehlenden Grundlagen für
eine Verschärfung der Maßnahmen und eine Unverhältnismäßigkeit der geplanten
Maßnahmen. Laut Statistik der ZIS (Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze
bei der Polizei) sind die Zahlen von sicherheitsrelevanten Straftaten im
Zusammenhang mit Fußballspielen, sowie die Zahlen von eingeleiteten
Ermittlungsverfahren infolge von Straftaten in den vergangenen Spielzeiten
rückläufig.
„Auch die
weiterhin steigenden Zuschauerzahlen in den vergangenen Spielzeiten zeigen
deutlich, dass der Stadionbesuch sicher ist und von den Besuchern auch so
wahrgenommen wird.“ so Florian Meyer der Fanhilfe Hannover. „Wir freuen uns
sehr, dass Hannover 96 als Verein hinter seinen Fans steht und sich nicht von
einer unsachlich geführten Diskussion in den Medien beeinflussen lässt. Es gilt
hier Faninteressen zu wahren und nicht Wahlkampf der Innenminister auf dem
Rücken von tausenden Fans zu betreiben.“ so Meyer weiter.
Fanhilfe Hannover, 06.11.2012
Sonntag, 21. Oktober 2012
Pressemitteilung
Die Fanhilfe Hannover zum
Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis“ der DFL:
Seit einigen Tagen befindet sich ein Strategiepapier der DFL im Umlauf, indem neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Straftaten im Umfeld von Fußballveranstaltungen und zur Verbesserung der Sicherheitslage erläutert sind, obwohl die Anzahl der Vorfälle und Straftaten statistisch gesehen rückläufig ist.
Nach der Sicherheitskonferenz in Berlin (17.07.) sowie dem Spitzentreffen zwischen DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball mit der Innenministerkonferenz (23.07.) in Berlin wurde am 22.08. innerhalb der DFL eine „Kommission Sicherheit“ unter Ausschluss von Fanbeauftragten, Fanprojekten oder Fanvertretern gegründet.
Deren Ergebnis war, nach nur vier Wochen Arbeit, das 32-seitige Maßnahmenpaket „Sicheres Stadionerlebnis“. Im weiteren Vorgehen der DFL soll den Vereinen bis 22.10. die Möglichkeit der Stellungnahme für eventuelle Änderungen eingeräumt werden. Am 12.12. soll das Maßnahmenpapier seitens der DFL-Mitgliederversammlung beschlossen werden. Die Maßnahmen sollen zur Beginn der Saison 2013/2014 als Bestandteil der Lizenzvereinbarungen in Kraft treten.
Inhaltlich werden verschiedene Sicherheitsmaßnahmen in sechs Kategorien unterschieden.
So soll ein Ausbau der Kontrollsysteme (u.a. an den Stadioneingängen), eine Verschärfung der Stadionverbotsrichtlinien sowie verschiedene Forderungen an Dritte (u.a. die vermehrte Weitergabe von persönlichen Daten der Polizei an die Vereine).
Im Kern ist die Einrichtung eines sogenannten Fankodex geplant, dessen Mindeststandards die DFL definiert und vorgibt. Dieser Kodex soll an das Lizenzierungsverfahren der Vereine gebunden werden und Fanclubs, die einen solchen Kodex nicht unterzeichnen, sollen durch Entzug sogenannter "Fanprivilegien" (z.B. Mitbringen von Fanmaterial und Zaunfahnen, keine Berücksichtigung beim Verkauf von Tickets usw.) sanktioniert werden.
Verstöße gegen den Kodex sollen demnach stärker in Maßnahmen gegen den Täter und Einzelpersonen münden, die anderen Fanclubs eines Vereins aber gleichzeitig in eine Art Sippenhaft nehmen. Ebenso ist der Erhalt der Stehplätze kein "unveränderlicher Besitzstand" mehr.
Wir gehen davon aus, dass eine Umsetzung des
Papiers das Ende der von uns allen geschätzten Fankultur bedeutet!
Eine Umsetzung des derzeit vorliegenden
Papiers mit allen seinen Maßnahmen würde das Ende der allseits geschätzten
deutschen Fankultur haben.
Die Fanhilfe wertet dieses Vorgehen seitens der DFL als einen Angriff auf die derzeit bestehende Fankultur.
Auf den ersten Blick positive Veränderungen, wie z.B. eine bessere Ordnerschulung, der deeskalierende Einsatz von Gästeordnern oder des Gästestadionsprechers bei Auswärtsspielen geraten in Gefahr, im Zuge der geplanten Maßnahmen unterzugehen.
Die Fanhilfe Hannover lehnt das vorliegende Strategiepapier vollständig ab. Der Plan, die Sicherheit in deutschen Stadien zu verbessern, wird mit den geplanten Veränderungen auf dem Rücken tausender Fußballfans ausgetragen, denen eine unzumutbare Angst- und Gefahrsituation im Umfeld von Fußballspielen suggeriert wird, um Persönlichkeits- und Grund rechte erheblich einzuschneiden.
Zudem unterstützt die Fanhilfe das heute von den Fanvertretern unterzeichnete und überreichte Schreiben an die Vereinsführung (siehe Anhang). Detailierte Ausführungen und Begründungen zu der Ablehnung entnehmen Sie bitte diesem Schreiben.
Die Fanszene erhofft sich durch dieses Schreiben in dem viel zitierten Dialog ernstgenommen zu werden und gemäß Ihrer Interessenlage durch den Verein gegenüber der DFL vertreten zu werden.
Also Musterbeispiel wäre ein deckungsgleiches Verhalten mit jenem der Vereinsführung von Union Berlin wünschenswert.
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